Zupfinstrumente

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Unsere Zupfinstrumente

Unsere Instrumente gehören zur Familie der Zupfinstrumente. In einem typischen Zupforchester sind das die Mandoline, die Mandola, die Gitarre und der Kontrabass. Dazu können auch das Mandoloncello, Perkussionsinstrumente oder Blasinstrumente kommen.

Mandoline

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Die Mandoline

Die Mandoline hat sich im 18. Jahrhundert in Italien entwickelt. Die neapolitanische Mandoline hat vier Doppelsaiten, die genauso wie bei der Violine gestimmt sind. Die Saiten werden mit einem Plektrum angeschlagen. Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Bauformen der Mandoline entwickelt. In Deutschland entstand im 20. Jahrhundert ein Instrument mit einem größeren Korpus. Diese Mandolinen nach dem Modell von Seiffert sind heute Standard in Deutschland. Die deutschen Mandolinen haben einen weichen, runden Klang. In Italien und Japan wird ein hellerer und brillanter Klang bevorzugt.

In den USA wurden ab dem frühen 20. Jahrhundert flache Mandolinen nach Modellen der Firma Gibson gebaut. Diese sind in der amerikanischen Bluegrass Musik, aber auch in Folk und Jazz gebräuchlich.

Mandola

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Mandola und Mandoloncello

Die Mandola ist eine größere, tiefe Mandoline. Sie ist eine Oktave tiefer gestimmt als die Mandoline. Dieses Instrument hat sich seit dem frühen 20. Jahrhundert im Mandolinenorchester und auch im Zupfquartett eingebürgert. Teilweise – besonders in den USA – wird auch ein Instrument in Bratschenstimmung verwendet und als Mandola bezeichnet.

Das Mandoloncello ist wie ein Violoncello gestimmt. In Deutschen Zupforchestern wird es zwar nur selten eingesetzt, aber in Japan gehört das Instrument jedoch zu jedem Mandolinenorchester. In den USA wird es im Zupfqartett für die tiefe Stimme eingesetzt.

Gitarre

Die Gitarre hat einen ovalen, in der Mitte eingebuchteten Korpus mit flacher Decke und Boden. Das Schallloch war im 15.-18.Jh. als Rosette verziert. Seit dem 15.Jh. hatte sie 5 Chöre (Doppelsaiten), seit Ende des 18.Jh. wie noch heute 6 Einzelsaiten in Quartstimmung.

Eine erste Blütezeit hatte sie zur Zeit der Wiener Klassik, vor allem in Paris und Wien. Anfang des 20.Jh. erlebte sie nach einem zwischenzeitlichen Niedergang eine Renaissance, auch in den entstehenden Zupforchestern. Der Gitarrist Andrés Segovia konnte zahlreiche Komponisten zur Entstehung neuer Werke anregen. Seit den 70er Jahren ist ein Gitarrenstudium an fast allen Musikhochschulen möglich, neben Klavier ist die Gitarre das beliebteste Instrument an Musikschulen.

Viele modernere Musikstile sind eng mit der Gitarre verbunden, entsprechend gibt es zahlreiche verschiedene Instrumententypen, z.B. Flamencogitarre, Jazzgitarre, Westerngitarre (Stahlsaiten) sowie die elektrisch verstärkte E-Gitarre, die in der Rockmusik eine wesentliche Rolle spielt.

Alte Mandolinen

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Mandoline - Amerikanisches Modell

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