schriftzug-Bund deutscher Zupfmusiker - Verband Baden-Württemberg

Wer ist's? 2013-4

Siegfried BehrendSein Vater war ein passionierter Amateurgitarrist. Er aber studierte zunächst Klavier, Cembalo, Dirigieren und Komposition in seiner Geburtsstadt Berlin. Mit 16 Jahren begann er, sich autodidaktisch für die Gitarre zu interessieren, und bereits mit 19 Jahren trat er in zahlreichen Aufführungen an der Komischen Oper auf wurde stürmisch  von der Presse gefeiert. Schnell galt als einer der weltweit führenden Gitarristen.

Zahlreiche Konzertreisen führten ihn in nahezu alle Länder der Erde und überall löste er beim Publikum Begeisterung aus. Er interessierte sich sehr für die Menschen, deren Musik und Kultur und lies auch kulinarisch keine Gelegenheit aus, Neues zu erfahren. Im Laufe seiner Karriere spielte er ca. 120 Schallplatten ein, von denen zahlreiche heute noch einen gültigen Maßstab für Interpretation und Spieltechnik setzen.

Wer ist's? 03/2013

1303 raetsel baumann herbertGeboren wird er vor 88 Jahren in Berlin. Als Achtjährer beginnt er mit dem Klavierspiel, seine erste Komposition verfasst er mit 12 Jahren: einen Tanz der Schneeflocken. Kurz vor dem Abitur wird er 1943 zur Wehrmacht einberufen und muss u.a. an die Ostfront. Nach dem Krieg schreibt er sich in Berlin für Architektur ein, nimmt jedoch wenig später Musik hinzu, der er sich dann auch bald ganz widmet. Jedoch studiert er nicht Klavier, sondern Dirigieren – bei Sergiu Celibidache. Der Unterricht („Dann haben wir die Unabhängigkeit der Arme geübt – mit dem linken Arm einen Dreivierteltakt, mit dem rechten Vierviertel“) findet häufig in seinem Elternhaus statt, da das Internationale Musikinstitut nur an drei Tagen in der Woche geheizt wird. Ein kleines Klavierstück, Teil einer Hausaufgabe, zeigt Celibidache seinem Kollegen Paul Höffer, der dem jungen Studenten spontan kostenlosen Kompositionsunterricht anbietet.Zu dieser Zeit erhält er auch die Chance, an der Freilichtbühne am Waldsee die Bühnenmusik zu leiten – ein Metier, dem er jahrzehntelang treu bleiben wird.

Wer ist's? 01/2013

1301 raetsel-george-antheilEr ist eine der schillerndsten Figuren der neueren Musikgeschichte und (vor George Gershwin) gewissermaßen der originale „Amerikaner in Paris“.

 

Kompositionsunterricht erhielt der Sohn deutscher Einwanderer u.a. von Ernest Bloch in New York, bevor er 1922 für kurze Zeit nach Berlin ging, um sich zunächst als Interpret zeitgenössischer Klaviermusik einen Namen zu machen. Bereits im folgenden Jahr übersiedelte er nach Paris, wo er schnell Zugang zu den künstlerischen Kreisen um Jean Cocteau, Pablo Picasso und Ernest Hemingway fand.

 

 

Wer ist's? 03/2012

Geboren wurde er bei Wien als Spross einer Medizinerfamilie aus Ungarn. In jungen Jahren erhielt er Klavierunterricht und begann als Heranwachsender zu komponieren – etwa 80 Jahre liegen zwischen seinen ersten Kompositionsversuchen und seinen letzten vorliegenden Werken. Eigentlichen Kompositionsunterricht erhielt er allerdings nie, sondern studierte nach seiner Schulzeit bei Guido Adler Musikwissenschaft und arbeitete zusammen mit Eusebius Mandyczewski. Zeitlebens blieb er Komponist, Pädagoge und Musikwissenschaftler in einer Person und es ist schwer, zu sagen, welche dieser drei Berufungen den größeren Anteil für sich beanspruchen darf.

 

Wer ist's? 02/20121202_Alonso_Mudarra

Wer ist‘s?

Er lebt zu einer Zeit, als die Fürsten noch eifrig in den schönen Künsten dilletieren und sich mit den führenden Malern, Musikern und Dichtern umgeben. Sein Geburtsjahr ist nicht gesichert – es könnte 1510 gewesen sein –, doch kommt er aus der kastilischen Provinz von Palencia wohl recht bald an den Hof der Herzöge von El Infantado in Guadalajara, welche er als „de toda Musica auia excelentes hombres“ beschreibt. So ist etwa der Herzog Iñigo López de Mendoza ein versierter Lautenspieler. Damals ist es auch üblich, dass die Fürsten ihre Musiker mit auf Reisen nehmen, wodurch der Gesuchte die Gelegenheit erhält, an der Krönung Karls I. in Bologna teilzunehmen.

 

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