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Wer ist's? 04/2011Gustav-Mahler_Quelle_Wikipedia

Er hat neun Symphonien komponiert. Seine zehnte blieb Fragment, als er im Alter von 50 Jahren an einer Herzerkrankung starb.

War er zu Beginn seiner Karriere eher als komponierender Dirigent angesehen worden, so feierte er ein Jahr vor seinem Tod triumphale Erfolge mit der Uraufführung seiner achten Symphonie. Während Richard Strauss und Max Reger unisono erklärt haben sollen, er sei „gar ka Komponist“ (dessen ungeachtet hat sich Strauss sehr für seine Musik eingesetzt), schuf ihm Thomas Mann mit seinen Romanfiguren Adrian Leverkühn und Gustav von Aschenbach literarische Denkmäler. Theodor W. Adorno widmete ihm eine eigene Monographie, die er gemäß ihrem Untertitel als „musikalische Physiognomik“ verstand. Insbesondere seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind seine Werke aus dem Konzertleben nicht mehr wegzudenken. Zentrale Bedeutung für die Musikgeschichte gewann seine Musik ab dieser Zeit außerdem, da sich zahlreiche jüngere Komponisten mit seinem Werk nun auch kompositorisch auseinandersetzten.

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Wer ist's? 03/2011

1103-raetsel
„Er war der erste britische Komponist, der die Aufmerksamkeit von Musikern und ihrem Publikum nicht nur zu Hause, sondern weltweit erringen konnte“ – so die Times in ihrem Nachruf. Und doch blieb er in seiner Heimat zeitlebens ein Außenseiter – schließlich war er nicht nur Pazifist und Sozialist, sondern auch homosexuell.

Zu komponieren hatte er bereits mit fünf Jahren begonnen, mit 14 ging er bei Frank Bridge in die Lehre, den man außerhalb Englands vor allem aufgrund der Variations on a Theme of Frank Bridge seines berühmten Schülers kennt. 1933 lernte er den Dichter W.H. Auden kennen, der ihn u.a. politisch stark beeinflusste und dem er zusammen mit seinem Lebensgefährten, dem Tenor Peter Pears, 1939 in die USA folgte.

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Wer ist's? 02/2011

Sowohl um sein Werk, als auch um seine Person ranken sich zahlreiche Mythen und Anekdoten. Da ist zunächst seine enorme Schaffensfreude und stupende Kompositionstechnik zu nennen. Augenzeugen berichten, er habe quasi aus dem Gedächtnis, mit nur wenigen Notizen als Stütze, ganze Partituren in Windeseile nieder geschrieben. In kaum drei Jahrzehnten entstanden so hunderte Lieder, zahlreiche Chöre, Klavier- und Orgelmusik, große Orchesterwerke und Kammermusik für verschiedenste Besetzungen - die Gesamtausgabe seiner Werke umfasst knapp 40 Bände.

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Wer ist's? 01/2011

1101-raetselZum ersten prägenden Erlebnis geriet für den 1930 in Tokyo Geborenen eine gegen Ende des II. Weltkriegs in einem Militärlager heimlich gehörte Schallplatte des amerikanisch-französischen Revue-Stars Josephine Baker. Über sein Interesse an der westlichen Kultur kam er um 1950 in Kontakt mit deren anderem Extrem, der europäischen Avantgarde. Sein Requiem für Streichorchester machte ihn in seiner Heimat bekannt, nachdem sich Igor Strawinsky 1959 bei einer Japan-Reise begeistert darüber geäußert hatte. Internationale Anerkennung erlangte er 1967 mit November Steps für Biwa, Shakuhachi und Orchester, das er zum 125-jährigen Bestehen des New York Philharmonic Orchestra komponiert hatte. Durch seinen Mentor Fumio Hayasake, der u.a. die Musik zu Akira Kuosawas Klassiker Die sieben Samurai geschrieben hatte, erhielt er in den 50er-Jahren Zutritt zu den Tokyoter Filmstudios; bis zu seinem Tod (1996) entstanden Soundtracks zu über 100 Spielfilmen (u.a. 1985 zu Ran von Kurosawa) und Fernsehproduktionen.

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Wer ist's? 04/2010

Schon zu Lebzeiten und noch etliche Jahrzehnte nach seinem Tod wurde er als Komponist international hoch geschätzt und wurde seine Musik in ganz Europa gepflegt. Auf dem Höhepunkt seines Ruhms reichte der Einfluss des „göttlichen Claudius“ – wie ihn seine Zeitgenossen nannten – sogar dahin, seinen zweiten Sohn, der als Mediziner in Cremona in die Fänge der heiligen Inquisition geraten war, ins sichere Venedig zu retten.

Seine enge Bindung an die katholische Kirche hat die Episode nicht getrübt. Er selbst legte einige Jahre später, als Mittsechziger, die Gelübde ab und wurde zum Priester geweiht. Dagegen war sein Verhältnis zur weltlichen Obrigkeit ambivalent – obwohl oder gerade weil er 22 Jahre am Hof der Gonzaga in Mantua gedient hatte, bevor er 1613 Domkapellmeister an San Marco in Venedig wurde. Immerhin hatte in Mantua der Thronfolger Francesco Gonzaga die Patenschaft seines ersten Sohnes übernommen, was auf eine nicht geringe Wertschätzung schließen lässt; nach dem frühen Tod seiner Frau allerdings hielt ihn offenbar nur noch wenig an seiner ersten Wirkungsstätte. Insbesondere scheint den selbstbewussten Mann die Unfreiheit des höfischen Lebens und die Erniedrigung sowohl durch das Protokoll, wie durch Beamte abgestoßen zu haben. Von der Stadtrepublik Venedig aus konnte er dagegen vielfältige Verbindungen auf Augenhöhe unterhalten – nicht zuletzt auch solche an den Hof der Habsburger.

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