schriftzug-Bund deutscher Zupfmusiker - Verband Baden-Württemberg

Was macht eigentlich … das Badische Zupforchester?

Wie bereits berichtet, hatte das BZO Ende 2013 unter der Leitung von Christian Wernicke mehrere Stücke von Christopher Grafschmidt aufgenommen. Anfang 2014 wurde die CD fertiggestellt, Ende Mai konnte sie beim Euromusikfestival in Bruchsal präsentiert werden. Erhältlich ist sie unter www.trekel.de, bei Amazon und iTunes.



In Bruchsal spielte das BZO darüber hinaus im Eröffnungskonzert u.a. die Uraufführung der „Tötungsmaschine“ – ein Stück ebenfalls von Grafschmidt, das sich mit dem syrischen Bürgerkrieg auseinandersetzt. Um aus dem Nähkästchen zu plaudern: Im Vorfeld des Festivals bat der Musikausschuss des BDZ, ein wenig verstört durch den Titel, um eine Erklärung der Hintergründe, im Programmheft waren diese dann auch abgedruckt, in mehreren Gesprächen nach der Aufführung wurde das Anliegen durchweg gewürdigt, wenn sich auch mancher eine etwas weniger drastische Titelgebung gewünscht hätte – und in der Berichterstattung im „Auftakt“: kein Wort zur Thematik, lediglich, neben zwei, drei weiteren positiven Bemerkungen, die Feststellung, es sei „echte Maschinenmusik“. Das ist schon kurios. Schaut man sich das Gesamtprogramm des Festivals an, so gab es eigentlich wenige Stücke, die – und das ist keine Frage der Qualität, darum geht es gar nicht – aus dem genretypischen Rahmen fielen, wie z.B. auch „Ein Cyborg wacht auf“ für Gitarrenorchester von Lars Wüller, und die dann auch noch einen Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen herstellten, was ja in der Neuen Musik durchaus gang und gäbe ist. Ein Aspekt übrigens, der auch in den erwähnten Gesprächen positiv angemerkt wurde. Manchmal beschleicht einen schon ein wenig das Gefühl, zumindest die offizielle Zupferszene (jetzt mal sehr pauschal, aber der „Auftakt“ ist ja schließlich die Verbandszeitschrift) habe es sich in ihrer Abgeschiedenheit von der übrigen Musikwelt wohlig eingerichtet und möchte eigentlich nicht weiter gestört werden. Irgendwie schade …

Doch zurück zum BZO. Inzwischen wird gemeinsam mit Christian Wernicke weiter am Programm für eine Fortsetzung des Grafschmidt-Porträts gearbeitet. Die Stücke – wieder eine Mischung aus für Spieler wie Hörer leichteren und anspruchsvolleren Kompositionen – sollen u.a. im nächsten Sommer auf einer kleinen Konzertreise nach Spanien auch live „getestet“ werden, die Aufnahmen finden dann im März 2016 statt.

Das Orchester ist übrigens stets auf der Suche nach neuen Mitspielern. Wer mal probeweise eine Probe des Badischen Zupforchesters mitmachen möchte, um zu sehen, ob man zueinander passt, melde sich bitte bei Gerhard Wetzel (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Marius Göhringer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Christopher Grafschmidt

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