schriftzug-Bund deutscher Zupfmusiker - Verband Baden-Württemberg

Kurz Notiert 2014-02

Wie geht eigentlich – das Stimmen mit dem Stimmgerät?

Elektronische Stimmgeräte sind kleine Frequenzmesser. Ein Zeiger und eine Leuchtdiodenanzeige (LED) gibt Auskunft ob der Ton stimmt oder ob er zu tief/hoch ist. Bei korrekter Stimmung leuchtet nur eine grüne LED. Dennoch stimmt nach dem Stimmen das Instrument oft nicht richtig. Hier ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit dem Stimmgerät.

Tipp 1: Immer von „unten" stimmen

Ganz allgemein sollte beim Stimmen der Ton immer von „unten" erreicht werden. Dazu dreht man mit dem Wirbel den Ton zuerst etwas zu tief und erhöht dann die Saitenspannung bis der Ton stimmt. So wird die Saite immer richtig gespannt. Dreht man beim Stimmen zu weit wird der Ton zu hoch und es ist wieder eine rote LED zu sehen. Bei einer kleinen Differenz kann an der Saite etwas gezogen werden bis die Stimmung passt. Ansonsten muss jetzt die Saite wieder entspannt und deutlich herunter gedreht werden. Das Stimmen beginnt neu von „unten".

Stimmt man von "oben" wird die Saite entspannt. Das Stimmgerät zeigt für den Moment die richtige Stimmung an. Bei Belastung, also beim Spielen, entspannt sich dann der nichtschwingende Teil der Saite und die Stimmung sackt ab. Also besser von „unten" stimmen.

Tipp 2: In Spiellautstärke stimmen

Die Schwingungsverhalten und damit die Tonhöhe einer realen Saite ist u.a. von der Anschlagsstärke abhängig. Dieser Effekt ist vor allem bei Metallsaiten vorhanden - laute Töne klingen höher. Der typische Fehler geht so: man stimmt leise und spielt danach laut und wundert sich warum das Instrument nicht mehr stimmt. Die Lösung ist ganz einfach: Die Saiten müssen beim Stimmen genau so angeschlagen werden wie beim Spielen.

Tipp 3: Bei tiefen Tönen den Ton zwei Sekunden einschwingen lassen. (Bass, Gitarren, Mandolen)

Damit die Frequenzmessung zuverlässig funktioniert muss das Stimmgerät genügend Schwingungen analysieren. Tiefe Töne schwingen langsamer. Damit das Gerät ein vernünftiges Ergebnis bekommt muss man bei tiefen Tönen länger „aufnehmen" und erst dann die Stimmung beurteilen.

Landesmusikverband begrüßt eigenständiges Fach Musik in der Grundschule

„Jetzt gilt es die Ausbildung musikpädagogisch qualifizierter Grundschullehrerinnen und -lehrer zu verstärken!"

Der Landesmusikverband Baden-Württemberg (LMV) begrüßt die Ankündigung von Kultusminister Andreas Stoch, dass Musik - zumindest in der Grundschule – wieder eigenständiges Fach wird. „Dies war längst überfällig", betont LMV-Präsident Christoph Palm. Der LMV und die angeschlossenen Verbände der Amateurmusik hätten sich seit Jahren gegen die aus dem Fächerverbund MeNuK (Mensch, Natur und Kultur) resultierende Vernachlässigung des Musikunterrichts gewandt. „Da die Lehrer ihre individuellen Schwerpunkte setzen können, geriet die Musik immer mehr ins Hintertreffen", so Palm. „Jetzt gilt es die Ausbildung musikpädagogisch qualifizierter Grunsschullehrerinnen und -lehrer zu verstärken."

Die Bedeutung qualifizierter Musikpädagogik in den ersten Schuljahren sei wissenschaftlich erwiesen. Forschungsergebnisse aus den Natur- und Geisteswissenschaften belegten die positiven, heilsamen, integrativen und persönlichkeitsstärkenden Wirkungen von Musik auf den Menschen und vor allem auf Kinder. „Die Wiedereinführung des eigenständigen Schulfachs Musik an Grundschulen ist daher ein erster wichtiger Schritt", unterstreicht der LMV-Präsident.

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