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Kurzlehrgang Hohenwart

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: Der Kurzlehrgang war wieder ein voller Erfolg – und vor allem, er war jeden Cent wert. Die ganz beachtliche Erhöhung der Kursgebühren, hatte im Vorfeld nämlich manchen mit der Anmeldung zögern lassen und die Zahl der Teilnehmer gegenüber den Vorjahren fast halbiert. Doch der Umzug von Rastatt in die Nähe von Pforzheim, nach Hohenwart Forum, der zusammen mit den geänderten Förderrichtlinien des BDZ für die Erwachsenenbildung zu der Verteuerung geführt hatte, zahlte sich am Ende aus. Die angenehme Atmosphäre der Probenräume genossen die Besucher ebenso wie die gepflegten Zimmer, das gute Essen und die landschaftlich schöne Umgebung, die bei angenehmem Frühlingswetter zu Spaziergängen einlud – zumindest so weit, wie der kompakte Zeitplan überhaupt solche Zerstreuungen erlaubte. Und natürlich trugen die vier Dozenten um Birgit Wendel ihren Teil dazu bei, dass der Kurs auch nachhaltig wirkte. Ob im Gesamtorchester, im nach Instrumenten getrennten Techniktraining oder in den vier Kammermusikgruppe, überall wurde gleichermaßen intensiv gearbeitet – ohne dass dabei der Spaß zu kurz gekommen wäre. Wie intensiv, belegte das Vorspiel am Sonntagnachmittag, bei dem das Gesamtorchester unter der Leitung von Simona Grafschmidt von Henry Purcell die Suite aus „The Fairy Queen“ und das Capriccio von Hans Gal vortrug. Armin Korn hatte mit seinem Gitarrenquartett zwei Stücke von Bela Bartok und das mexikanische Volkslied La Cucaracha einstudiert, während Birgit Wendels Quintett aus Mandolinen und einer Domra jeweils einen Satz von Lutoslawaski (aus den Silesian Melodies) und von Edvard Grieg (Im Balladenton) beisteuerten. Simona Grafschmidt hatte sich mit ihrem Quartett aus Mandolinen und Gitarren  Domenico Scarlatti und Joaquin Turina zugewandt und Denise Wambsganß hatte sich mit der fast vollzählig erschienenen Weiler Mandolinengesellschaft die ersten zwei Sätze aus Dieter Kreidlers „Vibrations“ vorgenommen.

Der kurzerhand zur „Zupfer-Bar“ umfunktionierte Unterrichtsraum von Simona entwickelte sich rasch zum beliebten Treffpunkt, an dem Bekanntschaften vertieft und Erfahrungen ausgetauscht wurden. So bunt gemischt die Gruppe mit den 21 Teilnehmern im Alter zwischen 30 und 78 Jahren, aus Pforzheim, Mannheim, Karlsruhe, Illkirch-Grafstaden (Frankreich), Rhodt, Lörrach und Weil am Rhein auch war, so schnell entwickelte sich ein freundschaftliches Miteinander, dem auch die Dozenten nicht fern blieben. Spätestens das gemeinsame „Bewegen und Entspannen“, das Heidrun Burkart am Samstagabend anbot ließ das letzte dünne Eis schmelzen und sorgte bei der anschließenden improvisierten Weinprobe quer durch die Lagen des Markgräflerlandes, der Pfalz und Württembergs für beste Stimmung. In ihren durchweg positiven Schlussresümees regten die Teilnehmer an, dass künftig der Technikunterricht zugunsten von Einzelstunden aufgegeben wird. So bleibt in dem dicht gedrängten Zeitplan dann etwas mehr Freiraum um sich auf die Orchester- oder Kammermusikwerke vorzubereiten. Zudem können die einzelnen Spieler gezielter auf ihrem Niveau gefördert werden, was auch den Dozenten ihre Arbeit etwas einfacher macht. Nach so vielen tollen Erfahrungen, klangvoller Musik, geselligen Stunden und guten Vorsätzen konnte es zum Abschied dann nur noch heißen: „Bis zum nächsten Mal im kommenden Jahr in Hohenwart!“    Ulrich Senf

Fotos: Armin Korn

Erfolgreicher Osterlehrgang 2010

Zum 43. Osterlehrgang des BDZ-Landesverbandes Baden-Württemberg kamen am diesjährigen Ostermontag 74 Teilnehmer – 19 Mandolinen, 52 Gitarren, 2 Kontrabässe und 1 Klavier – aus 6 Vereinen und 4 Musikschulen in die Musikakademie Kürnbach. Die Teilnehmer verbrachten eine Woche ihrer Ferien mit Instrumentalunterricht, Theorie, Instrumentenkunde, Formenlehre, Musikgeschichte, Praxisvorbereitung für D3, Rhythmik, Ensemble- und Orchesterspiel. Die Vereine aus Kollnau-Gutach (31 Teilnehmer!), Walzbachtal-Jöhlingen,
Ötigheim, Rhodt unter Rietburg, Kiechlinsbergen, Auenheim, sowie die Musikschulen Waghäusel, Mannheim, Achern und Groß-Zimmern/Hessen schickten dieses Jahr wieder sehr gut ausgebildete und vorbereitete Instrumentalschüler.Wir bedanken uns für diese außerordentlich gute Jugendarbeit und -förderung!

Das professionelle, gut eingespielte Dozententeam Sonja Wiedemer und Birgit Wendel (Mandoline), Alexander Becker (Mandoline und Kontrabass), Pia Grees (Mandoline und Klavier), Armin Korn, Christopher und Simona Grafschmidt, Jonas Khalil, Christian Wernicke, Markus Klemke, Andreas Schumacher (Gitarre) sowie den assistenten Linda Kapp (Gitarre), Meike Zimmermann und Simon Eble (Mandoline) unterrichtete die Teilnehmer im Alter von 8-21 Jahren.

Für Freizeitaktivitäten wie Kürnbacher Hausspiel, Kickerturnier, Irish Pub Quiz, Nachtspaziergang und die große Abschlussveranstaltung „Schlag den Zupfer“ mit anschließender Disco waren während des gesamten Lehrgangs die Jugendbetreuer Linda Kapp und Simon Eble zuständig, die von Anfang an für ausgezeichnete Stimmung sorgten (Stichwort: „Ein Mörder ist unter uns …“), was sich auf die durchweg entspannte Lehrgangsathmosphäre sehr positiv auswirkte.Die Workshops „Hip-Hop/Merengue“ mit Andreas Schumacher und „Rock-Band“ mit Jonas Khalil und Simon Eble trugen das Ihre dazu bei.

Am Ende des Lehrgangs konnte jeder Teilnehmer an einer freiwilligen Prüfung der theoretischen Fächer in vorher eingeteilten Stufen D1, D2 und D3 teilnehmen (D3 einschließlich praktischer Prüfung). Die Ergebnisse wurden beim Abschlusskonzert, in dem beide Orchester und einzelne Solo- bzw. Kammermusikbeiträge präsentiert wurden, veröffentlicht und mit einer Urkunde und einem bronzenen, silbernen oder goldenen Aufkleber honoriert. Das vor großem Publikum auf DVD dokumentierte Vorspiel – u.a. mit Kostproben zweier Rhythmikgruppen und einer Rock-Band – war sehr beeindruckend.

Allen Teilnehmern, Dozenten und Jugendbetreuern danke ich für diesen rundum gelungenen Lehrgang! 

Birgit Wendel, Lehrgangsleitung

Folgende Instrumentalisten erhielten eine Teilnehmerurkunde:
Alicia Brandt, Marie Hormann, David Pister, Leonie Lehmann, Nico Behringer, Nadine Wipfler, Rebecca Franz, Henrike Kern und Felix Gnann.

Folgende Teilnehmer konnten dieses Jahr Urkunde und Aufkleber mit nach Hause nehmen:
D Junior: Ruth Minges, Laura Schwind, Jonas Sickinger, Ben Backhaus, Marcel Beck und Paul Wendel 

D1: Niklas Langer, Lydia Resch, Maximilian Disch, Madlen Trenkle, Alisia Müller, Clara Sauer, Sophie Hummel, Klara Knecht, Jana Roth, Laura Nemati, Sven Balduf, Laura Hettich, Kathrin Mamier, Thomas Eckstein, Thomas von Rotberg und Sarah Becker.

D2: Anna Rösch, Judith Mößner, Alina Sohst, Anna-Lena Braun, Katrin Nemati, Pamela Lotsch, Markus Wagner, Larissa Röttele, Monja Maier, Svenja Maucher, Nadja Ganter, Caroline Schmieder, Nadja Stratz, Christoph Rihm, Rebecca Seelos und Leonie Luis.

D3 Teilnehmerurkunde bei wiederholter Teilnahme oder Teilprüfung: Jessica Kunkel, Sabet Zimmermann, Alina Trenkle, Helen Zimmermann, Tamara Moser, Sören Maucher, Gideon Stein, Tilman Ludewigt, Madita Sickinger, Joachim Sickinger, Oliver Bott, Noemi Becker, Patrick Bauer, Christian Bauer, Urs Eble, Manuel Pfändler und Pauline Pfaff.

D3: Daniela Fehrenbach, Manuel Ganter, Caroline Kratzner, Felix Rittler, Manuel Müller, Lea Oestreicher, Kathrin Kläger und Pia Mamier.

Für den C-Lehrgang (Ausbilder und Dirigenten) wurden empfohlen:
Tilman Ludewigt, Joachim Sickinger, Manuel Ganter, Helen Zimmermann, Manuel Müller, und Pia Mamier. 

Für das JZO Baden-Württemberg wurden empfohlen:
Tilman Ludewigt, Manuel Ganter, Pia Mamier und Lea Oestreicher. 

Für den Mentoren-Lehrgang Baden-Württemberg wurden empfohlen:
Judith Mößner, Manuel Ganter, Helen Zimmermann, Tamara Moser, Caroline Kratzner, Sören Maucher, Gideon Stein, Tilman Ludewigt, Patrick Bauer und Manuel Pfändler.